Ausführlicher Text
Forschungszentrum für die Evolution menschlichen Verhaltens
von Tom Schülke
Entwurf eines fachübergreifenden Forschungsinstituts mit den Hauptabteilungen evolutionäre Genetik, anthropologische Verhaltensforschung, Psychologie und die Evolution der sprachlichen Vielfalt.
Forschungsschwerpunkt ist die Evolution menschlicher Kognition und Verhaltensweisen.
“Auf der Suche nach einer besseren Welt”
Aufgabenstellung und Zielsetzungen
Diplomthema ist der Entwurf eines fachübergreifenden Forschungsinstituts mit den Hauptabteilungen evolutionäre Genetik (insbesondere Populationsgenetik), anthropologische Verhaltensforschung, Psychologie, und Evolution der sprachlichen Vielfalt. Forschungsschwerpunkt ist die Evolution menschlicher Kognition und Verhaltensweisen.
Spitzenwissenschaftlern unterschiedlicher Schlüsseldisziplinen soll die Möglichkeit geboten werden, Brückenschläge zwischen verschiedenen Humanwissenschaften zu entwickeln. Dabei sollen sowohl die Sozial- und Geisteswissenschaften, als auch die biologischen Wissenschaften zu einer gegenseitigen Befruchtung führen, die es ermöglicht, neue Wissensfelder zu erschließen.
Die fachübergreifende Zusammenarbeit in den genannten Disziplinen hat in letzter Zeit, erste Ansätze hervorgebracht, menschliches Verhalten fundamental neu zu interpretieren und damit erste Bausteine zu einem radikal neuen Selbstbildnis der Menschen geliefert.
Architektonische Zielsetzung ist es, der Zusammenarbeit der genannten Fachbereiche, einen angemessenen baulichen Rahmen zu liefern, der den Wissenschaftlern eine optimale Arbeitsumgebung liefert. Im Hinblick auf den fachübergreifenden Ansatz des Institutes wird die Kommunikation zwischen den Abteilungen ein Zentrales Thema bilden.
Ferner ist es das Ziel dieses Entwurfes, Wissenschaft und die damit verbundenen neuen Einsichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So ist es notwendig, das Institut auch baulich für die Bevölkerung zu öffnen. Mein Ziel ist es auch wissenschaftlich eher ungebildeten Menschen, Einblicke in die Bedeutung der Wissenschaft zu ermöglichen. Ich möchte sowohl inhaltlich als auch architektonisch, Begeisterung für die phantastischen neuen Einsichten in unsere Welt und die neuen Aspekte unseres Selbstverständnisses wecken, die ohne wissenschaftliches und fachübergreifendes Denken nicht möglich geworden wären.
Die Natur der Grundlagenforschung ist Ihre Offenheit für zukünftige Entwicklungen und damit verbunden ist eine notwendige Flexibilität, neue Erkenntnisse in ihre Untersuchungen einzubeziehen. Über die direkte Verzahnung der im Institut eingebundenen Fachbereiche hinaus, ist deshalb geplant, besondere Strukturen zu entwickeln, die die Zusammenarbeit mit ganz anderen Forschungsinstituten erleichtern und fördern sollen. Das neue Institut soll nur ein Baustein in einer Kette von unabhängigen Forschungsbereichen sein, die miteinander kooperieren und sich gegenseitig unterstützen sollen. Zusammen mit weiteren Studenten ist es geplant Vorschläge für einen solchen Wissenschaftsverbund zu erarbeiten.
Dabei ist unsere Motivation, die Überzeugung, daß Lösungsansätze für die Probleme des neuen Jahrhunderts, ohne fundierte Kenntnisse globaler Zusammenhänge nicht zu realisieren sind.




